Thüringens Regierungschef Mario Voigt warnt vor einem Handelskrieg und mahnt Europa zum gemeinsamen Handeln. Der 48-Jährige fordert, zuerst die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle bereiten Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt Sorgen. „Ich habe große Sorgen, dass wir jetzt in einen neuen Handelskrieg schlittern und die Menschen sind auch tief verunsichert: Krieg vor der Haustür gleichzeitig droht da ein neuer Konflikt“, sagte der CDU-Politiker im RTL/ntv-Frühstart. Voigt mahnte zum gemeinsamen Handeln in Europa. „Wir sind der größte Konsumentenmarkt der Welt. 450 Millionen Leute. Wenn die zusammenstehen, dann kann uns nichts besiegen, im wahrsten Sinne des Wortes.“
Der 48-Jährige forderte, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. „Jetzt müssen alle ideologischen Projekte zur Seite gelegt werden“, sagte er in der Sendung. Es seien harte Interessen, die die USA verträten.
Die EU sei nicht nur ein Konsumentenmarkt, sondern vor allem „eine starke technologische Basis“. „Und dafür müssen wir alles tun. Das beginnt bei unserer eigenen Automobilwirtschaft, sie zu stärken. Deswegen muss auch das Verbrennerverbot überdacht werden“, sagte Voigt, der zurzeit Vorsitzender der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz ist.