Diskussion um Abschussquote: Marsch für besseren Wolfsschutz bis zum Brocken

Der Wolf ist in Brandenburg seit Jahren ein Politikum. Das Agrarministerium will kommende Woche über eine Abschussquote beraten. Zeitgleich setzt sich ein Protestmarsch in Gang.

Für einen strengeren Schutz für den Wolf will ab Montag eine Gruppe vom Potsdamer Landtag bis zum Brocken laufen. Es gehe darum, auf die „naturfeindliche und undemokratische sowie populistische Klientelpolitik gegen den Wolf aufmerksam“ zu machen, hieß es von der Allianz Wolf in Brandenburg. Sie fordern: „Keine Jagd auf Wölfe! Wölfe gehören als unverzichtbare ökologische Schlüsselart weder ins Jagdgesetz noch vor die Flinte.“

Über den Umgang mit dem Wolf will das Agrarministerium im September bei einem „Wolfs-Plenum“ mit mehreren Verbänden diskutieren. Seit vielen Jahren gibt es Streit mit Naturschutzverbänden und Tierschützern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) lehnt eine pauschale Abschussquote für den Wolf ab. Der Jagdverband und Agrarverbände fordern eine Regulierung des Wolfsbestandes.