„Großstadtrevier“ und „Tatort“ waren nur einige der TV-Produktionen, in denen Arthur Brauss mitgespielt hat. Nun ist der Schauspieler in seiner Wahlheimat München verstorben.
Der Schauspieler Arthur Brauss ist tot. Er starb vor wenigen Tagen im Alter von 89 Jahren in München, wie seine Frau Marie Pocolin-Brauss der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bekannt war Brauss vor allem aus den TV-Produktionen „Großstadtrevier“ und „Tatort“. In den vergangenen Jahren hatte er sich aus dem Fernsehen und der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen. Zuvor hatte die „Bild“ über den Tod des Schauspielers berichtet.
Ihr Mann sei zu Hause in ihrer Münchner Wohnung gestorben, sagte Pocolin-Brauss am Sonntag. „Er ist ganz friedlich eingeschlafen. Das ist mein einziger Trost: Dass er sich nicht quälen musste.“ Zuletzt sei er sehr geschwächt gewesen und rund um die Uhr gepflegt worden. Ihr Mann soll in München beerdigt werden. Die beiden seien seit 50 Jahren ein Paar gewesen und hätten im vergangenen Jahr „ganz still“ geheiratet, sagte Pocolin-Brauss.
Arthur Brauss in mehr als 100 TV-Produktionen zu sehen
Eine der bekanntesten Rollen des gebürtigen Augsburgers Brauss war die des Polizisten Richard Block aus dem ARD-„Großstadtrevier„. Insgesamt wirkte er in mehr als 100 Produktionen im In- und Ausland mit: unter anderem in „Der Alte“, „Münchner Geschichten“, „Polizeiruf 110“, „Die Schwarzwaldklinik“, „Derrick“ und „Commissario Laurenti“, aber auch in „Der Zug“ an der Seite von Jeanne Moreau und Burt Lancaster und 1972 in dem Wim Wenders-Film „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“.