Bundesliga: Stuttgart siegt nach Woltemade-Wechsel – Frankfurt spitze

Das Wechsel-Theater um Nick Woltemade ist beendet, und auch sportlich ist der VfB Stuttgart wieder in der Spur. Eintracht Frankfurt überzeugt. Leverkusen verspielt den Sieg.

Dem VfB Stuttgart ist im ersten Spiel nach dem Rekord-Verkauf von Nick Woltemade der erhoffte Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga gelungen. Die Schwaben gewannen ihr Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit etwas Glück 1:0 (0:0) und holten damit die ersten drei Punkte der neuen Saison. 

Sehr effizient präsentierte sich Eintracht Frankfurt beim 3:1 (2:0)-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim, mit dem die Hessen zumindest vorübergehend den ersten Tabellenplatz übernahmen. 

Bayer Leverkusen verspielte beim 3:3 (2:1) bei Werder Bremen in Überzahl den ersten Ligasieg unter dem neuen Trainer Erik ten Hag. RB Leipzig gelang dagegen durch das 2:0 (0:0) zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim zumindest etwas Wiedergutmachung für die 0:6-Demütigung zum Ligastart beim FC Bayern.

Joker rettet Stuttgart – Undav verletzt

Feierstimmung kam in Stuttgart zunächst nur vor dem Anpfiff auf, als die Fans eine beeindruckende Choreographie anlässlich von „100 Jahre Brustring“ präsentierten. Spielerisch wusste Stuttgart ohne Woltemade, der für bis zu 90 Millionen Euro zu Newcastle United gewechselt ist, nicht zu überzeugen. Doch ein Tor des eingewechselten Chema Andrés (79.) bescherte dem VfB in ihren weißen Trikots mit dem roten Brustring doch noch den Sieg gegen Gladbach.

Deniz Undav musste bereits in der Anfangsphase verletzt ausgewechselt werden. Auf der Bank saß der Angreifer fortan mit einem dick bandagierten linken Knie.

Leipzig tat sich beim Heim-Debüt von Trainer Ole Werner zunächst schwer, gegen Heidenheim genügend Durchschlagskraft zu erzeugen. Christoph Baumgartner (48. Minute) und Rômulo (78.) schossen dann doch noch Tore für den Favoriten. 

Überragender Frankfurter Doan

Zweimal Patrik Schick (5. und 64./Foulelfmeter) und Malik Tillman (35.) erzielten die Treffer für Leverkusen in Bremen. Romano Schmid konnte per Foulelfmeter nach Videobeweis (44.) zwischenzeitlich für Werder verkürzen. Sein Teamkollege Niklas Stark verursachte den Strafstoß zum 1:3 und musste mit Gelb-Rot vom Platz (63.). 

In Unterzahl gelang den tapfer kämpfenden Bremern zunächst der 2:3-Anschluss durch Isaac Schmidt (76.), weil sich Bayers herausgestürmter Torhüter Mark Flekken völlig verschätzt hatte. Karim Coulibaly (90.+4) sorgte dann in der Nachspielzeit sogar noch für den am Ende verdienten Punktgewinn der Bremer. 

Mit einem feinen Schlenzer aus der Distanz erzielte Neuzugang Ritsu Doan (17.) die 1:0-Führung der Frankfurter in Sinsheim. Nur zehn Minuten später legte der Japaner seinen zweiten Treffer nach. In der zweiten Halbzeit legte Doan das 3:0 durch Can Uzun (51.) auf. Grischa Prömels Tor zum 1:3 in der Nachspielzeit war zu wenig für Hoffenheim.