Der 42-Jährige folgt im Amt auf Herbert Mertin, der unerwartet starb. Im Justizministerium war Fernis bereits als Staatssekretär aktiv. Auch an der Spitze der FDP-Fraktion gibt es ein neues Gesicht.
Philipp Fernis ist der neue Justizminister von Rheinland-Pfalz. Der FDP-Politiker wurde im Mainzer Landtag vereidigt. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hatte den 42-Jährigen zuvor für das Amt ernannt. „Es ist mir eine große Ehre“, sagte der neue Justizminister.
Fernis folgt auf Herbert Mertin, der im Februar plötzlich und unerwartet gestorben ist. Der Ministerpräsident sprach von großen Fußstapfen, die Mertin hinterlasse. Mit Fernis sei ein hervorragender Nachfolger gefunden worden.
Im Parlament gab es eine Gedenkminute für Mertin, der im Alter von 66 Jahren verstarb. Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) würdigte den langjährigen Justizminister als einen selbstbewussten und leidenschaftlichen Parlamentarier. Der FDP-Politiker sei ein Mann klarer Worte, der Vernunft und ein Glücksfall für das Land gewesen. Hering nannte den früheren Minister einen liebenswerten Menschen, der zu früh gestorben sei.
Fernis war bislang Vorsitzender der sechsköpfigen FDP-Landtagsfraktion. Der 42-Jährige ist Jurist und war von 2016 bis 2021 schon einmal als Staatssekretär unter Mertin im Justizministerium. Neuer Fraktionschefs bei den Liberalen ist Steven Wink.
Neuer FDP-Fraktionschef
Der 40-Jährige hatte in der FDP-Fraktion bislang den Posten des Vizevorsitzenden inne. Er gehört dem rheinland-pfälzischen Landtag seit Mai 2016 an. Wink wurde nach Angaben der Fraktion einstimmig gewählt.
Der Landeshauptausschuss der FDP Rheinland-Pfalz hatte Fernis am Montagabend für das Amt vorgeschlagen: Von den 59 gültigen Stimmen entfielen 37 auf Fernis. 18 Delegierte votierten gegen ihn als neuen Justizminister, dazu gab es vier Enthaltungen.
Gedenken an Ex-Ministerpräsident Vogel
Gedacht wurde im Landtag auch dem ehemaligen rheinland-pfälzischen und thüringischen Ministerpräsident Bernhard Vogel. Vogel war am 2. März im Alter von 92 Jahren in Speyer gestorben. Der Landtagspräsident würdigte den früheren Regierungschef als großen Staatsmann, Brückenbauer und Jahrhundertpolitiker. Ende März hatte es bereits einen großen Trauerstaatsakt in der Staatskanzlei in Mainz zum Tod von Vogel gegeben.