In Brandenburg herrscht Lehrermangel. Neue Stellen sind im künftigen Doppelhaushalt des Landes bisher nicht geplant. Nun gilt ein Moratorium für die Einsetzung neuer Lehrer.
An den Schulen in Brandenburg gilt auch mit Blick auf den geplanten Verzicht auf zusätzliche Stellen im nächsten Haushalt vorübergehend ein Einstellungsstopp für Lehrerinnen und Lehrer. „Es handelt sich dabei um keinen prinzipiellen Einstellungsstopp, weder für Lehrkräfte noch für Seiteneinsteigende“, teilte die Sprecherin des Bildungsministeriums, Irene Beringer mit. Die „Märkische Oderzeitung“ hatte zuvor über den Stopp berichtet.
Bildungsressort will Überblick über nötige Neueinstellungen
Im Entwurf der Regierung zum Doppelhaushalt für 2025 und 2026 seien entgegen der Erwartung der Schulämter keine zusätzlichen Vollzeit-Einheiten zur Verfügung gestellt worden, teilte die Sprecherin mit. Das Ministerium „verschafft sich nun in enger Absprache mit den staatlichen Schulämtern einen Überblick über den Stellenstatus der Lehrkräfte und benötigten Neueinstellungen“.
Lehrer sollen mehr unterrichten
Die SPD/BSW-Landesregierung plant im Entwurf für den Doppelhaushalt für dieses und nächstes Jahr keine neuen Lehrerstellen. Finanzminister Robert Crumbach (BSW) hatte allerdings darauf hingewiesen, dass es mehr Lehrerinnen und Lehrer geben könne, weil der Topf für Personal ausreichend gefüllt sei. Zuletzt waren 250 Lehrerstellen vakant.
Die Lehrer sollen zudem eine Stunde pro Woche mehr unterrichten, aber bei Bürokratie entlastet werden. Unter dem Strich soll die Arbeitszeit nicht ausgeweitet werden. Der „Tagesspiegel“ schrieb, dass die Zahl bestimmter Stunden für Zusatzaufgaben verringert werden solle. In Brandenburg besteht ein Mangel an Lehrkräften.