Seit Jahren klagen Unternehmen in einigen Branchen, dass Ausbildungsstellen nicht besetzt werden können. Die Lücke wird zwar kleiner, ist aber immer noch groß. Aber es gibt Lösungsideen.
Erneut gibt es in Sachsen-Anhalt deutlich mehr Lehrstellen als Bewerberinnen und Bewerber. Wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mitteilte, gibt es in diesem Ausbildungsjahr rund 9.400 Ausbildungsstellen aber nur 7.013 Bewerber. Erfreulich sei, dass die Zahl der Bewerber um etwa 300 leicht gestiegen sei. Die Zahl der Ausbildungsstellen ging den Angaben zufolge allerdings zurück: von 10.238 im Ausbildungsjahr 2022/23 auf 9.400.
Laut Arbeitsagentur ist es für Unternehmen wichtig, jungen Leuten das direkte Erleben des Jobs am Arbeitsplatz zu ermöglichen. Nur so könne den Ausbildungssuchenden die Wahl des richtigen Berufes erleichtert werden. Vielen jungen Menschen sei nicht klar, wie der Alltag in den Berufen wirklich aussehe.
Die beliebtesten Berufe bei Jugendlichen seien nach wie in der Fahrzeugtechnik (700 Bewerber), der Verwaltung (400) und bei Arzt- und Praxishilfen (300). Dagegen habe es bis März dieses Jahres in anderen Bereichen deutlich mehr gemeldete Stellen als Bewerber gegeben. Allen voran führte die Arbeitsagentur den Verkauf mit 1.400 Ausbildungsstellen auf, gefolgt von der Lagerwirtschaft mit 600 und dem Bau mit 400 Ausbildungsstellen.