„Bares für Rares“: Der Enkel erweist sich als cooler Zocker: Der Adler übertrifft den Schätzwert

Die Verkäufer sind mit bescheidenen Preisvorstellungen zu „Bares für Rares“ gekommen. Doch die Expertise bringt eine Überraschung – und im Händlerraum läuft es noch besser.

Der Adler braucht einen Revierwechsel, findet Heike Weiser. Aus diesem Grund ist die Rentnerin zusammen mit ihrem Enkel Janosch aus Köln ins Pulheimer Walzwerk gereist, um ihn bei „Bares für Rares“ zu veräußern. Das Geld soll unter ihren drei Enkelkindern aufgeteilt werden. Den Vogel hat Weiser von ihren Eltern geerbt, die ihn in den 1970er Jahren gekauft haben.

Wie Experte Colmar Schulte-Goltz feststellt, handelt es sich wohl um einen Weißkopfseeadler, der allerdings nicht ganz korrekt bemalt ist. Der Schnabel sei in der Natur sehr viel leuchtender und die Krallen sähen in echt deutlich gelber aus. Hergestellt wurde der Vogel Ende der 1960er Jahre von der bekannten Porzellanmanufaktur Hutschenreuther.

„Bares für Rares“: Horst Lichters Auftrag

Als Wunschpreis nennt Janosch 100 Euro, seine Großmutter präzisiert: 90 bis 120 – der Erlös soll ja durch drei geteilt werden. Schulte-Goltz hat eine gute Nachricht für die beiden: Er bewertet den Adler mit 200 bis 230 Euro. „Janosch, der Anteil hat sich soeben verdoppelt“, freut sich Moderator Horst Lichter und gibt dem Jungen einen Auftrag mit auf den Weg: Er solle gut verhandeln. 

Im Händlerraum läuft die Auktion gut an. Friedrich Häusser bietet direkt 180 Euro und erreicht mit seinem Startgebot schon fast den Schätzwert. Doch dabei bleibt es nicht: Daniel Meyer hält tapfer dagegen, und so steigt der Preis nicht nur über 200 Euro, sondern lässt auch die 300-Euro-Grenze hinter sich. Erst bei 380 Euro hat Häusser seinen Konkurrenten ausgestochen.

Doch für den Preis bekommt er das Tier nicht, denn Janosch nimmt seinen Auftrag sehr ernst. Und so schlägt er noch etwas mehr Geld raus: „Wenn es 390 Euro wären, wäre ich zufrieden – denn das kann man durch drei teilen“, sagt der Junge. Friedrich Häusser schlägt ein. Heike Weiser ist zufrieden. Jeder ihrer drei Enkel bekommt 130 Euro.

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