Bei Olympia scheiterten die deutschen Basketballer um Moritz Wagner unglücklich. Eine Netflix-Doku bringt die Gefühle wieder hoch – der NBA-Star sieht seine Privatsphäre verletzt.
Sport-Dokumentationen, die Einblick in den Alltag großer Mannschaften geben, liegen bei den Streamingdiensten voll im Trend. Oft ist der versprochene Blick hinter die Kulissen aber gar nicht so aufschlussreich – denn natürlich achten die Vereine in den meisten Fällen darauf, was zu sehen ist und was nicht.
Manchmal gibt es dann aber doch unliebsame Überraschungen. Zum Beispiel für Moritz Wagner, den deutschen Basketball-Spieler, der Teil der neuen Netflix-Doku „Court of Gold“ ist. Die Macher der Dokumentation haben die größten Basketball-Teams während der Olympischen Spiele im Sommer gefilmt. In seinem Podcast stellt Wagner aber klar: „Ich schaue diese Doku nicht.“
Moritz Wagner weinend in der Kabine gefilmt
Der NBA-Basketballer von den Orlando Magic ist mächtig sauer – vor allem über eine Szene. Darin ist er nach der Halbfinal-Niederlage des deutschen Teams gegen Frankreich zu sehen. Eine riesige Enttäuschung für Wagner und seine Teamkollegen, der 27-Jährige saß danach weinend in der Kabine. Dass diese private Szene nun auf Netflix zu sehen ist, ärgert Wagner.
Er fühlt sich in seiner Privatsphäre verletzt. „Wäre schön gewesen, wenn mich jemand gefragt hätte“, sagt er im Podcast. Ihm sei auch nicht bewusst gewesen, dass er überhaupt gefilmt wurde. Von der Doku habe er nie etwas mitbekommen. „Ich habe da nichts mitbekommen, keine Kamera gesehen! Ich erinnere mich nicht, dass da jemand gefilmt hat“, erzählt er seinem Podcast-Sidekick Arne Greskowiak. Tatsächlich ging es in der Serie auch gar nicht um das deutsche Team.
Als er den Clip nun gesehen habe, habe er ein „krasses, ekliges Gefühl“ empfunden. Das Thema Olympische Spiele ist für Moritz Wagner also nach wie vor sehr emotional besetzt. Deshalb will er sich die Doku, die seit Kurzem auf Netflix zu sehen ist, auch nicht anschauen – er habe Angst, dass „Gefühle wieder hochkommen, die schon sehr intensiv sind“.
Quellen: Podcast „Kannst du so nicht sagen“, Netflix