Am 9. März kommt es wieder zum brisanten Fußball-Derby zwischen Hannover und Braunschweig. Erneut wird die Anzahl der Gästefans aus Sicherheitsgründen reduziert. Wieder gibt es dagegen Protest.
Mehrere Hundert Anhänger von Eintracht Braunschweig haben in der Innenstadt von Hannover gegen den Teilausschluss von Gästefans beim Niedersachsen-Derby am 9. März protestiert. Begleitet von der Polizei zogen die Demonstranten vom Hauptbahnhof zum niedersächsischen Innenministerium. Auf Plakaten stand unter anderem „Fankultur muss frei sein“ und „ein Derby lebt durch seine Fans“. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 400 bis 450 Menschen an der Aktion teil.
Aus Sicherheitsgründen werden bei dem Fußball-Zweitliga-Duell zwischen Hannover 96 und der Eintracht nur rund 2.500 Braunschweig-Fans in der Heinz von Heiden Arena erlaubt sein. Eigentlich bietet der Gästeblock Platz für 4.500 Zuschauer. Die organisierte Fan-Szene der Braunschweiger hat sogar dazu aufgerufen, das Spiel komplett zu boykottieren.
Fan-Protest gegen Innenministerin
Der Teilausschluss der Eintracht-Anhänger ist von der Polizeidirektion Hannover angeordnet worden. Hintergrund ist, dass es bei den vergangenen Derbys zwischen den beiden rivalisierenden Clubs immer wieder zu Ausschreitungen kam.
Auch beim Hinspiel im Oktober in Braunschweig durfte der Gästebereich mit den Hannover-Fans deshalb nur zu maximal 60 Prozent ausgelastet werden. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hatte im vergangenen Jahr sogar mehrfach einen Komplett-Ausschluss von Gästefans bei diesen Spielen angedroht. Deshalb richtet sich der Protest von Hannover- und Braunschweig-Anhängern hauptsächlich gegen die SPD-Politikerin.